Möchten Sie sich ein neues Fahrrad anschaffen? Dann ist es ganz wichtig, dass Sie sich zuerst Gedanken über Ihre Fahrgewohnheiten machen. Denn davon hängt es ab, ob ein Rennrad, ein Mountainbike, ein Touren- oder ein Cityrad für Sie das ideale Gefährt ist. Wenn Sie vorwiegend Kurzstrecken in der Stadt fahren, um von A nach B zu gelangen und Ihre täglichen Besorgungen zu erledigen, dann ist das Cityrad genau das richtige für Sie. Denn es bietet viel Komfort und besitzt eine praktische Ausrüstung, die sich in der Stadt bewährt hat.
Das Cityrad als praktisches Gefährt
Natürlich können Sie mit dem Cityrad – das auch gern Citybike genannt wird – auch eine größere Radtour machen. Es besitzt alles, was dafür notwendig ist und lässt sich auch über längere Strecken bequem fahren. Für den richtig sportlichen Fahrer auf der Suche nach Trainingseinheiten ist das Cityrad dagegen weniger geeignet. Es ist meist etwas schwerer als rein sportlich ausgelegte Räder und besitzt zusätzliche An- und Aufbauten, die sein Gewicht erhöhen und es etwas schwerfälliger machen. In der Stadt jedoch profiteren Sie von diesen besonderen Details. Hier legen Sie nur kurze Strecken zurück und benötigen ganz andere Qualitäten. Zum Beispiel benötigen Sie auch weitaus weniger Gänge. Sehen Sie Ihr Cityrad darum weniger als Sportgerät und mehr als einen praktischen Begleiter im Alltag, der Ihnen ein umweltfreundliches Verhalten ermöglicht, indem Sie für Kurzstrecken aufs Auto verzichten. Die leichte Bewegung auf dem Cityrad wirkt sich positiv auf Ihr Herz-Kreislaufsystem und auf Ihre Grundkondition aus, denn auch wenn Sie nur 10 Minuten am Tag in der frischen Luft unterwegs sind, so ist dies doch in jedem Fall besser als nur im Auto zu sitzen.
In welchen Städten kann man gut mit dem Cityrad fahren?
Es gibt Städte, die sind als regelrechte Radfahrstädte bekannt. Dort ist es normal, dass an jeder Hauswand ein Fahrrad lehnt. Doch warum ist das Fahrrad in manchen Städten so verbreitet, in anderen dagegen überhaupt nicht? Das hängt im wesentlichen mit den topographischen Faktoren zusammen: Ideale Fahrradstädte sind flach und haben keine Hügel oder Berge. Meistens liegen sie entlang eines Flusses oder am See. Ist die Stadt dann auch noch eine Universitätsstadt, so ist ein hohes Fahrradaufkommen fast schon garantiert. Freiburg, Konstanz und Tübingen sind nur einige Beispiele für Fahrradstädte. In Großstädten mit einem hohen Verkehrsaufkommen und sehr viel befahrenen Hauptstraßen dagegen werden Fahrräder schnell zum Sicherheitsrisiko.
Wer sind die typischen Fahrer von Cityrädern?
Auf dem klassichen Cityrad werden meistens Damen gesehen, die am Vor- oder Nachmittag in der Stadt ihren Besorgungen nachgehen. Sowohl junge Mütter als auch reifere Damen nutzen die Gelegenheit, an der frischen Luft etwas für ihre Gesundheit zu tun und sich die oftmals lästige Parkplatzsuche zu ersparen. Doch auch Herren nutzen das Citybike. In der Regel kommen auch die Herrenmodelle des Citybikes ohne die typische Mittelstange des Herrenfahrrads aus. Ein tiefer Einstieg erweist sich als durchaus praktisch, da mit dem Citybike ja vorwiegend kurze Distanzen gefahren werden, und so ein Auf- und Absteigen häufiger erfolgt. Dennoch unterscheiden sich die Herrenmodelle im Design und in der Farbwahl deutlich von den Damenmodellen, so dass niemand das Fahren auf dem Citybike als eine unmännliche Angelegenheit empfinden kann. Vorwiegend in Studentenstädten sieht man auch viele junge Menschen auf dem Cityrad. Häufig fahren sie sehr alte Räder, die über keinen besonderen Komfort verfügen, dafür aber farbenprächtig bemalt oder mit individuellen Anbauten versehen sind.
Das Cityrad als Diebesgut?
Rein statistisch gesehen werden prozentual sehr viel weniger Diebstähle von Citybikes gemeldet als von Tourenrädern, Mountainbikes oder Rennrädern. Das heißt, Cityräder sind für Fahrraddiebe weit weniger attraktiv als andere Räder. Dennoch empfehlen wir Ihnen, Ihr Cityrad immer gut anzuschließen, wenn Sie es unbeaufsichtigt stehen lassen. Warum aber sind Cityrädern bei Raddieben so unbeliebt? Ganz einfach: Die Zielgruppe für den Wiederverkauf eines solchen gestohlenen Fahrrads ist relativ gering. Wer sich für ein Citybike interessiert, ist meist gesetzteren Alters und möchte sein Rad in einem Fachgeschäft erwerben, an das er sich im Falle von Fragen, Wartungen oder Reparaturen jederzeit wenden kann. Ein Kauf im Internet kommt für die Zielgruppe der Cityräder meistens nicht in Frage – womit wir jedoch ausdrücklich nicht behaupten wollen, dass im Internet nur Diebesgut angeboten wird. Aber leider ist es eben dort immer noch am häufigsten zu finden. Achten Sie also beim Kauf auch darauf, dass die Quelle seriös ist. Vor allem, wenn Sie ein gebrauchtes Cityrad erwerben möchten.
Das Cityrad und seine Besonderheiten
Die einzelnen Features von Cityrädern stellen wir Ihnen in den nachfolgenden Abschnitten im Detail vor. Sie alle dienen der Bequemlichkeit des Benutzers. Ein Cityrad ist zum Beispiel meist stabil gebaut und hat einen guten Stand. Denn es muss häufig abgestellt werden, und dabei soll der Fahrer es so einfach wie möglich haben. Auch wenn es mit Einkäufen beladen wird, soll es noch gut und sicher stehen und nicht gleich umfallen. Betrachten Sie Ihr Cityrad nicht als Sportgerät, sondern als Ihren Begleiter, der Ihnen zu einem Stück mehr Freiraum verhilft.
Tiefer Einstieg
Die meisten Cityräder – egal ob Damen- oder Herrenmodelle – haben einen sehr tiefen Einstieg. Diese Bauweise, die etwas zu Lasten der Stabilität des Rahmens geht, ist bei Cityrädern gut vertretbar. Sie werden allgemein keinen so großen Belastungen und Erschütterungen ausgesetzt wie Sportfahrräder, und ein Rahmen mit einem sehr tief angelegten Holmen zum Einstieg reicht zur Stabilisierung allemal aus. Gerade bei Kurzstrecken wird häufig ab- und aufgestiegen, dies wird durch den tiefen Holmen erleichtert. Noch ein praktischer Nebeneffekt: Auch Rockträgerinnen können so gut auf dem Citybike fahren. Sie können es also jederzeit nutzen, ohne sich erst über Ihre Kleidung Gedanken machen zu müssen.
Stabiler Radständer
Achten Sie beim Kauf Ihres Cityrads auch auf die Qualität des Radständers. Machen Sie Ihren Kaufentscheid jedoch nicht zu sehr von diesem Punkt abhängig, denn ein Radständer ist sehr schnell abmontiert und kann durch einen anderen ersetzt werden. Ist ein guter Radständer ausgeklappt, so steht das Rad mit beiden Reifen fest auf dem Boden und kann nicht nach vorne oder hinten kippen. Radständer von Citybikes haben häufig sogar zwei Standfüße, die sich pyramidenförmig nach unten öffnen. Dies gewährt eine optimale Stabilität, die Sie zum Beispiel dann benötigen, wenn Sie das Rad mit Ihren Einkäufen beladen. Hochwertige Duo-Ständer sind so konstruiert, dass sie sich trotzdem mit einer einzelnen Fußbewegung einfahren lassen. Die beiden Füße klappen sich klein zusammen und liegen eng am Rad an. Prüfen Sie vor dem Kauf, wie Sie mit der Bedienbarkeit des Fahrradständers zurecht kommen, oder ob daran noch etwas geändert und angepasst werden muss.
Gangschaltung
Viele Citybikes verfügen “nur” über eine 3-Gang- oder eine 5-Gang-Schaltung. Für die meisten Besorgungen in der Stadt reichen diese Gänge jedoch sehr gut aus, da ohnehin nicht im hohen Geschwindigkeitsbereich und über längere Strecken gefahren wird. Eine einfache aber qualitativ hochwertige Gangschaltung ist nicht nur günstig in der Anschaffung, sondern auch sehr viel unempfindlicher und weniger störanfällig als ihre high-tech-Verwandtschaft. Achten Sie bei einer Probefahrt darauf, ob Sie die Gangschaltung gut erreichen und gut bedienen können. Andernfalls müssen die Einstellungen noch variiert werden.
Gepäckträger
Gerade beim täglichen Einkauf werden Sie den stabilen Gepäckträger am Cityrad bald zu schätzen wissen und ihn nicht mehr missen wollen. Vor allem wenn Sie größere Mengen an Einkäufen transportieren möchten, dann empfehlen wir Ihnen, an der Optik Abstriche zu machen und sich für ein sehr massives und robustes Modell zu entscheiden. Je breiter der Gepäckträger ist, desto sicherer können Sie Taschen und Körbe darauf befestigen. Übrigens werden zu den meisten Gepäckträgern in diesem Bereich auch gleich die passenden Körbe angeboten. Investieren Sie diesen kleinen Zusatzbetrag und Sie werden bald sehr froh an der hohen Funktionalität und dem Komfort sein.
Bequem ereichbare Klingel
Prüfen Sie, wie bequem Sie die Klingel erreichen können. Gerade im Stadtverkehr ist es wichtig, dass Sie rechtzeitig auf sich aufmerksam machen können. Der Ton der Klingel sollte kräftig und gut hörbar sein, jedoch nicht so schrill oder kratzend, dass Sie damit Passanten erschrecken. Prüfen Sie auch die Befestigung der Klingel, denn Klingeln sind ein begehrtes Diebesgut bei Jugendlichen. Investieren Sie hier lieber ein klein bisschen mehr, dann wird Ihnen Ihre Klingel lange erhalten bleiben und gute Dienste leisten.